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Jagdhörner

Jagdhornblasen – Eine alte Tradition

Was wäre eine Treibjagd, sei`s Feld oder Wald ohne jagdlichen Hörnerklang. Es klingt nicht nur schön, sondern es hat in der heutigen Zeit, trotz Handy und Walkie Talkie seine Berechtigung. Jeder Jäger kann die Bedeutung der Jagdsignale hören und verstehen, wenn er die einzelnen Jagdsignale beherrscht.

Vom durchbohrten Wisenthorn der Steinzeitjäger bis zum Olifant des Mittelalters, von Zinken, Flügelhörner und Halbmonden des 17. und 18. Jahrhunderts bis zum heutigen Fürst Pleß Jagdhorn geht die Entwicklung des Signalblasens auf der Jagd. Die Hornfessel am Jagdhorn war in alten Zeiten das Zeichen des waidgerechten Jägers.
Der heutige Jäger bläst in erster Linie das „ Fürst Pleß Horn “ mit seinen 5 Naturtönen. Für den Anfänger nicht ganz leicht zu blasen, aber mit guter Anleitung und Übung schafft das jeder Jäger.

Das Jagdhornblasen ist eines der schönsten Dinge des jagdlichen Brauchtums und es wird heute mehr denn je in den Vereinen gepflegt. Außer dem Fürst Pleß Horn wird das Ventilhorn und das große Parforcehorn geblasen.

Einige Beispiele zu den Jagdsignalen

Die Jagdsignale dienen der Verständigung der Jäger bei Treib- und Drückjagden. Am Anfang steht die Begrüßung, oder der Fürstengruß, danach folgen die Signale:

  • Aufbruch zur Jagd
  • Langsam Treiben
  • Aufmunterung zum Treiben
  • Treiber in den Kessel
  • Aufhören zu schießen
  • Sammeln der Schützen
  • Sammeln der Treiber
  • Wild ablegen
  • Hunderuf
  • Zum Essen

Die Totsignale

Es ist auch heute noch bei den Jägern Tradition, dem erlegten Wild die letzte Ehre durch ein Totsignal zu erweisen. Das gehört zur Ästetik der Jagd. Totsignale sind z.B. Hirsch tot – Damhirsch tot – Muffel tot – Gams tot – Sau tot – Reh tot – Fuchs tot – Hasen tot – Kaninchen tot – Flugwild tot.

Ist die Jagd zu Ende, ertönt das Signal „ Jagd vorbei – Halali oder auch das große Halali “ mit Ventilhörnern.

Die Jagdmärsche

Das Horn hat auch Einzug in die Militärmusik genommen. Die heutigen Jagdmärsche haben allerdings mit Militärmusik nichts zu tun. Die Jagdmärsche werden weder mit Pauken oder Becken begleitet, nur das Jagdhorn gibt den Rhythmus.

Der Bläserkurs des Sachsenhäuser Jagdklubs hat eine über 50 jährige Tradition. Jeden Montag Abend 20.00 Uhr findet das Übungsblasen im Klubheim am Wendelsweg unterhalb des Goetheturms statt.

Jagdhorn Unterricht für Einsteiger

Hornmeister Walter Freyeisen übt jeden Montag mit den Anfängern, natürlich kostenlos für Mitglieder des SJK, bereits ab 19.00 Uhr, danach folgt der Übungsabend mit den übrigen Bläsern. Das Bläser-Korps geht die Sache immer locker und mit viel Spaß an. Häufige Auftritte bei Veranstaltungen im und außerhalb des Klubs finden regelmäßig statt. Dazu gehört auch geselliges Beisammensein, ein gutes Essen und ab und zu etwas zu trinken.

Am 1. Januar jeden Jahres ist der Goetheturm traditionsgemäß dem Bläserkorps des Sachsenhäuser Jagdklubs vorbehalten. Da wird das Neue Jahr begrüßt, anschließend gibt’s im Klubhaus Rippchen mit Sauerkraut und Äppelwoi, damit das Geld im kommenden Jahr nicht ausgeht.

Besonders die Jungjäger sind angesprochen beim Bläserkorps mitzumachen, denn wir brauchen Nachwuchs. Kommen Sie vorbei.

Wir bieten Schnupperkurse an, jeder Jäger sollte der Tradition des Jagdhornblasens verbunden sein.

Walter Freyeisen steht jeden Montag im Klubheim zu Fragen des Jagdhornblasens zur Verfügung.

Frankfurter Erntefest 2015